ZUM MITNEHMEN

 

Zum 75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer am 09.04.2020

 

 

Am 9. April 1945 ist Dietrich Bonhoeffer, der „Theologe, Christ und Zeitgenosse“, im Alter von 39 Jahren im Konzentrationslager Flossenbürg von Schergen der Nationalsozialisten ermordet, gehängt, hingerichtet worden. Er gehörte der Widerstandsgruppe gegen Hitler um Admiral Canaris und General Oster an, die den „Führer“ beseitigen wollte. Aber diese Pläne misslangen wie die Attentatsversuche. Dietrich Bonhoeffer kam in Haft und musste, wie viele andere auch, mit seinem Leben dafür bezahlen.


Wenn wir nicht den Mut haben, wieder ein echtes Gefühl für menschliche Distanzen aufzurichten und darum persönlich zu kämpfen, dann kommen wir in einer Anarchie menschlicher Werte um. (…)
Wenn man nicht mehr weiß, was man sich und anderen schuldig ist, wo das Gefühl für menschliche Qualität und die Kraft, Distanz zu halten, erlischt, dort ist das Chaos vor der Tür.  (…)
Qualität ist der stärkste Feind jeder Art von Vermassung.
Kulturell bedeutet das Qualitätserlebnis die Rückkehr von Zeitung und Radio zum Buch, von der Hast zur Muße und Stille, von der Zerstreuung zur Sammlung, von der Sensation zur Besinnung, vom Virtuosenideal zur Kunst, vom Snobismus zur Bescheidenheit, von der Maßlosigkeit zum Maß.
Quantitäten machen einander den Raum streitig. Qualitäten ergänzen einander.

aus:  Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, DBW Band 8

 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Zum 50. Todestag von Paul Celan am 20. April 2020

 

Also
stehen noch Tempel. Ein
Stern
hat wohl noch Licht.
Nichts,
nichts ist verloren.

 

Ho-
sianna.

 

Paul Celan, aus "Engführung"  (Sprachgitter, 1959)