Für die Woche ab dem SONNTAG JUDIKA - 29. März 2020

 

 

VOTUM:

 

Im Namen Gottes,
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
AMEN.

 

Aus dem WOCHENLIED zum Sonntag JUDIKA:  (zum Singen, Lesen, Beten)
Aus EG 97  "Holz auf Jesu Schulter"

2. Wollen wir Gott bitten, / dass auf unsrer Fahrt

Friede unsre Herzen / und die Welt bewahrt.

Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

5. Denn die Erde jagt uns / auf den Abgrund zu.

Doch der Himmel fragt uns: / Warum zweifelst du?

Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.

6. Hart auf deiner Schulter / lag das Kreuz, o Herr,

ward zum Baum des Lebens, / ist von Früchten schwer.

Kyrie eleison, / sieh, wohin wir gehn.

Ruf uns aus den Toten, / lass uns auferstehn.
                    Text: Jürgen Henkys (1975) 1977 nach dem niederländischen »Met de boom des levens« von Willem Barnard 1963

 

 

Verse aus dem Buch der PSALMEN:

Gott ist unsre Zuversicht und Stärke,

eine Hilfe in den großen Nöten,

die uns getroffen haben.

             Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge

             und die Berge mitten ins Meer sänken,

wenngleich das Meer wütete und wallte

und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.

             Der Herr Zebaoth ist mit uns,

             der Gott Jakobs ist unser Schutz.

Seid stille -

und erkennet, dass ich Gott bin!

             Der Herr Zebaoth ist mit uns,

             der Gott Jakobs ist unser Schutz.    

 AMEN.                                                           (aus Psalm 46)

 

 

SEGENSWORTE und Gedanken zum Mitnehmen:

Vor 15 Jahren starb der Kabarettist, Dichter und auch überzeugte, bekennende Christ Hanns Dieter Hüsch. Henryk M. Broder schrieb nach seinem Tod über ihn: "Wenn es im Himmel eine Ecke gibt,       die für große Kleinkünstler reserviert ist, sitzt dort Hanns Dieter Hüsch…"
Er schrieb, so Broder, "wunderbare Gedichte, die nur einer schreiben kann, der das Leben liebt und gleichzeitig daran verzweifelt".
Hüsch wusste, für wen er dichtete und sang:

               Ich sing für die Verrückten / Die seitlich Umgeknickten / Die eines Tags nach vorne
               fallen /  Und unbemerkt von allen / An ihrem Tisch in Küchen sitzen / Und keiner
               Weltanschauung nützen / Die tagelang durch Städte streifen / Und die Geschichte
               nicht begreifen.

 

Für viele überraschend: Hüsch war überzeugter Christ, leidenschaftlich konnte er davon singen, predigen, erzählen. Seine Texte für Gottesdienste waren überraschend "anders",  aber doch von ganz tiefem Glauben geprägt.

Für die Woche ab dem Sonntag Judika hier ein Ausschnitt aus einem seiner Segenstexte:

 

"Gott, der Herr, verlässt uns nicht,

wenn ich mein Herz mit ihm teile,

so daß ich nichts bin und alles bin,

so daß ich nichts habe und alles habe,

daß ich nichts werde und doch alles werde.

 

Gott, der Herr, möge unser Glück und unser Leid,

unsere Trauer und unsere Freude

mit seiner grenzenlosen Güte begleiten,

uns im Frieden anfertigen,

machen und halten

immer noch mehr bestärken,

uns ein großes Gefühl dafür geben,

daß einer des anderen Last mittrage.

Und nachsichtig möge er mit uns sein,

wenn alles nicht von heute auf morgen geschehen kann,

weil:

Wir sind seine Kinder von ganzem Herzen,

aber oft noch von halbem Verstand.

 

Herr, gehe nicht von uns,

darum nicht, und deshalb auch nicht,

wenn wir manchmal noch nicht alles verstehen.

Darum sind wir hier,

um deine Zeichen zu sehen und zu hören

und zu spüren..."

 

 


VATERUNSER
Vater unser im Himmel,

geheiligt werde den Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft und die Herrlichkeit

- in Ewigkeit.
Amen.                                     
Matthäusevangelium 6,9-13

 

 

 

AARONITISCHER SEGEN
GOTT  segne dich
           und behüte dich;

GOTT  lasse sein Angesicht leuchten über dir
           und sei dir gnädig.

GOTT  erhebe sein Angesicht auf dich
            und schenke dir Frieden.   
AMEN.                                   
4. Mose 6, 24-26

 

 

 

SCHLUSSVERS:  (zum Singen, Lesen, Beten)

 EG 347, 1 + 6
1.
Ach bleib mit deiner Gnade

bei uns, Herr Jesu Christ,

dass uns hinfort nicht schade

des bösen Feindes List.

6. Ach bleib mit deiner Treue

bei uns, mein Herr und Gott;

Beständigkeit verleihe,

hilf uns aus aller Not.

                                                                               Text: Josua Stegmann 1627     Melodie: Christus, der ist mein Leben (Nr. 516)